Iaidō ist der japanische "Weg des Schwertziehens" und gehört zum großen Bereich der Budō-Disziplinen
Das Wort Iaidō setzt sich aus den drei japanischen Silben i für iru, ai und dō zusammen;
iru steht für sein, ai bedeutet Harmonie. Beides zusammen bedeutet so viel wie "ganz dabei sein"; dō schließlich ist der Weg oder auch das Prinzip.
Ziel des Iaidō ist zu erlernen, wie man das Schwert und den Körper in verschiedenen Situationen effektiv und sicher bewegt, dabei einen ruhigen Geist bewahrt und mit dem Herzen bei der Sache
ist.
Entstanden ist Iaidō aus den Schwertkampftechniken der Samurai im mittelalterlichen Japan. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Ausübung der Schwerttechnik nicht mehr nur als reine Kampftechnik
angesehen, sondern auch als Instrument zur Erziehung und Verbesserung des Charakters.
Bundeslehrgang II Würzburg
mit Norio Furuichi, Iaido kyoshi 8. dan
und Unterstützung von:
Sylvia Ordynsky, Iaido kyoshi 7. dan
Rene van Amersfoort, Iaido kyoshi 7. dan
Detlef Uedelhoven, Iaido kyoshi 7. dan
Rudi Müller, Iaido kyoshi 7. dan
Peter Röder, Iaido renshi 7. dan
Giuseppe Piva, Iaido renshi 7. dan
Am vergangenen Wochenende fand vom 20.- 23. Juli 2023 der langersehnte 4-tägige Bundeslehrgang II mit Furuichi Sensei und über 100 teilnehmenden Iaidoka im Unterfränkischen Würzburg statt. Vielen Dank für die tolle Organisation und Gastfreundschaft.
Wie in den vergangenen Jahren, begann der Lehrgang am Donnerstag um 10:00 Uhr, an dem Furuichi Sensei für die meisten Teilnehmer mit der Koryu begann. Die Schüler mit Mudan beschäftigten sich vornehmlich mit den 12 Formen der ZNKR. Darüber hinaus wurden die Shoden-Formen durchgegangen und trainiert. Das hieß für die Schüler aus der Muso Shinde Ryu die 12 Formen aus der „Omori Ryu“ (Schule des Omori). Aber auch die Mitschüler aus der Muso Jikiden Eishin Ryu konnten ihre Koryu mit den anwesenden Lehrern aus dieser Stilrichtung üben.
Am Freitag ging es mit den Chūdenformen weiter - die 10 Kata des Hasegawa Eishin. Hier wurden die bereits am Vortag strapazierten Knie auf eine harte Probe gestellt, da hierbei nun aus dem Iai-Hiza (Kniesitz) begonnen wurde. Dennoch hat es sich gelohnt, da man die Formen unter Aufsicht einüben und den Ablauf vertiefen konnte. So intensiv kann selten im normalen Trainingsbetrieb auf diese Formen eingegangen werden.
Furuichi Sensei begann am Samstagmorgen damit die 12 Formen der ZNKR im Detail zu demonstrieren sowie neueste Änderungen zu erklären. Merkbar war an diesem Tag der Teilnehmeranstieg auf ca. 150 Iaidoka. Somit war der Samstag der am stärksten besuchte Lehrgangstag. Nach der Mittagspause wurden die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt. Unteranderem wurden zwei Prüfungsgruppen gebildet. Der 1. und 2. dan geleitet von Detlef Uedelhoven Sensei die zweite Gruppe mit den Prüflingen vom 3.-5. dan wurden von René van Amersfoort Sensei betreut. Alle anderen Iaidoka trainierten weiterhin mit den verbleibenden Sensei die ZNKR-Formen.
Nachdem Lehrgang wurden die Vorbereitungen für die Prüfungen getroffen, sodass diese pünktlich um 17:00 Uhr beginnen konnten.
Aus Bayern traten folgende Prüflinge erfolgreich an:
Dojo Rokushinkan in Achmühle: Carsten Lüthy zum 1. dan
Dojo Aikikai in Bamberg: Viviana Kaspar zum 1. dan
Dojo Forum traditionelle Kampfkunst in Bayreuth: Randolf Sander zum 1. dan
Dojo TSV Scheuerfeld in Coburg: Bertram Haupt zum 1. dan,
Konstantin Lutz zum 2. dan,
Jan Seiler zum 2. dan,
Uwe Scholz zum 3. dan,
Dr. Hartmut Langmann zum 5. dan,
Ralf Seiler zum 5. dan
Dojo ATSV Erlangen: Janusz Weistand zum 2. dan
Dojo Hakushinkai in München: Pauline Kister zum 1. Dan
An dieser Stelle gratulieren wir allen Prüflingen herzlich zu ihren erbrachten Leistungen!
Wir wünschen Euch allen weiterhin viel Spaß beim Üben. Bleibt dran und fragt viel.
Nach dem letzten Lehrgangstag am Sonntag neigte sich die gemeinsame Zeit dem Ende und
wir freuen uns darauf viele von Euch bei den kommenden Lehrgängen wieder begrüßen zu dürfen
Euer
Ralf Seiler
Vizepräsident des BayIaiB
Autor: Viviana Kaspar